In den letzten 10 Jahren sind netto 727‘972 Personen in die Schweiz eingewandert. Dies entspricht mehr als zweimal der Bevölkerung des Kantons Solothurn oder mehr als der ganze Kanton Aargau.

Die Grünen waren erbitterte Gegner der Masseneinwanderungsinitiative und halfen bei der Nicht-Umsetzung mit. Jetzt kommen diese Befürworter der unkontrollierten Zuwanderung und beklagen die Zersiedelung und das viele Bauen! Unverständlich, dass sie den Zusammenhang nicht sehen.

Als Massnahme wollen sie jetzt das Bauland limitieren. In Kombination mit der Zuwanderung ergibt dies höhere Landpreise und somit höhere Wohnkosten. Je länger je mehr, können sich Leute mit durchschnittlichen Einkommen keine Wohnung mehr in den Ballungsgebieten leisten.

Wer denkt, dass dies beispiellos ist, den verweise ich auf Luxemburg. Weil sich normale Arbeiter dort kein Haus mehr leisten können, gibt es jetzt im deutschen Saarland regelrechte Kolonien aus Luxemburg. Diese pendeln täglich zur Arbeit in ihre alte Heimat. Diese Entwicklung möchte ich nicht in der Schweiz.

Die Ursache des Problems ist, dass die Bevölkerung zu schnell gewachsen ist, um es mit verdichtetem Bauen aufzufangen. Die Infrastruktur ist ebenfalls überfordert. Nur eine kontrollierte Einwanderung würde das Problem der Zersiedelung an der Wurzel packen. Diese Initiative ist Symptombekämpfung auf Kosten der Bevölkerung. Darum, „Nein“ zur Zersiedelungsinitiative.

Matthias Borner, Kantonsrat SVP, Olten

27.01.2019 | 111 Aufrufe